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Überblick über das deutsche Schulsystem

Lernen in Deutschland

Elitegymnasium in der 50 Kilometer entfernten Stadt oder doch lieber die Gesamtschule gleich um die Ecke?  Bei der Auswahl der richtigen Schule müssen viele Dinge beachtet werden. Hier ein erster Überblick über das Schulsystem in Deutschland.

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Auch wenn das Schulsystem anfangs sehr unübersichtlich wirkt, ist es nicht so schwer sich einen Überblick zu verschaffen. Das Grundprinzip ist in ganz Deutschland immer gleich. Nach der Grundschule geht es entweder zur Haupt- oder Realschule oder auf das Gymnasium. Letzteres zielt auf den späteren Besuch einer Hochschule ab, während Haupt- und Realschule für einen Ausbildungsplatz ausreichen. Trotzdem gibt es viele lokale Unterschiede in Qualität und Ausführung.

Wirklich unübersichtlich wird es bei der Bildungspolitik. Denn seit dem eher mittelmäßigen Ergebnis der PISA- Studie ist im deutschen Bildungssystem einiges in Bewegung. Gesamtschule, Ganztagsschule und Zentralabitur sind nur drei der vielen neuen Entwicklungen und sorgen für viel Aufsehen. Hinzukommt, dass die Bundesländer selbst über ihre Bildungspolitik entscheiden. Daher gibt es oft große regionale Unterschiede.


Startschuss Grundschule

Ab dem sechsten Lebensjahr beginnt die Schulpflicht in Deutschland und der Besuch der Grundschule. Im Normalfall umfasst diese vier Jahre. In einigen Bundesländern schließt sie allerdings auch die fünfte und sechste Klasse ein.  In der Grundschule werden erste grundlegende Dinge wie Lesen, Schreiben und die Grundrechenarten vermittelt. Zusätzliche Fächer wie Sachkunde und Musik runden das Programm ab.

Im deutschen Schulsystem ist es üblich in den ersten beiden Schuljahren die Leistungen in Beurteilungszeugnissen zu bewerten. Ab der dritten Klasse gibt es bis zur elften Klasse Noten von Eins bis Sechs, wobei Eins die beste zu erreichende Note ist.

Die richtige Schulform wählen

Ab der vierten bzw. sechsten Klasse sollten sich die Eltern dann einen guten Überblick verschaffen. Denn nun findet eine erste Aufteilung statt. Je nach Leistung werden die Schüler im deutschen Schulsystem auf Gymnasium, Real- oder Hauptschule verteilt.

Bis zur zehnten Klasse laufen die drei Schulformen parallel. Allerdings legen Haupt- und Realschule ihren Schwerpunkt auf praktische Fertigkeiten, da sie auf eine spätere Berufsausbildung nach Abschluss der zehnten Klasse ausgelegt sind. Das Gymnasium zielt auf den Besuch einer Hochschule ab.

Haupt- und Realschule

Die Hauptschule kann schon nach der neunten Klasse abgeschlossen werden. Anschließend muss aber ein berufsvorbereitendes Jahr absolviert werden bevor eine Ausbildung begonnen werden kann. Da im deutschen Schulsystem  alle Schüler bis 18 schulpflichtig sind, muss neben der Ausbildung eine Berufsschule besucht werden.

Während ein guter Realschulabschluss viele Möglichkeiten bietet einen Ausbildungsplatz zu finden oder sogar ein Fachabitur auf einer weiterführenden Schule zu machen, wird es für Schüler mit Hauptschulabschluss zunehmend schwerer eine Stelle zu finden.


Vom Gymnasium zur Hochschule

Nach der zehnten Klasse kann im deuten Schulsystem nach drei weiteren Jahren das Abitur abgelegt werden. Dieser Abschluss bietet die Möglichkeit, sowohl eine Ausbildung, als auch ein Studium an einer Hochschule zu beginnen. Die Leistungen werden in Punkten von Null bis 15 gemessen und es werden bereits hochschulähnliche Lernmethoden angewandt. Die Schüler können außerdem Schwerpunkte bei der Fächerwahl setzen.

Zu guter letzt

Die PISA-Studie 2001 hat eine Welle von Bildungsreformen ausgelöst, die es immer schwerer macht einen Überblick zu bekommen. So gibt es bei Haupt- und Realschule eine Tendenz zur Gesamtschule, die diese beiden Formen zusammenfast. Das Abitur kann an einigen Gymnasien mittlerweile schon in zwölf Jahren geschrieben werden und auch die Freizügigkeit der Fächerwahl hat sich in einigen Bundesländern verändert.

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