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Frühförderung

Der richtige Zeitpunkt

Das Thema boomt in den Medien. Experten fordern den Ausbau frühkindlicher Bildung und Eltern fragen sich, ob ihr Kind im Kindergarten neben Englisch auch noch Französisch lernen sollte. Doch was bedeutet Frühförderung eigentlich genau?

Schule, vor der Schule, Frühförderung

Frühförderung bezeichnet ebenso wie die Vorschule ursprünglich Einrichtungen für sozial, psychisch oder körperlich benachteiligte Kinder. In der heutigen Zeit wird Frühförderung jedoch für jedes Kind empfohlen. Besonders die schlechten Ergebnisse in der Pisa-Studie bestätigten noch einmal, dass das deutsche Bildungssystem weit davon entfernt ist, optimal zu funktionieren. Aus diesem Grund sind private Anbieter, die Frühförderung anbieten, so gefragt wie nie. Die Zielgruppen dieser privaten Anbieter sind Kleinkinder und deren Eltern.

Es herrscht Verunsicherung in Fragen der Schulbildung, insbesondere besorgte Eltern fragen sich, was sie tun können, damit ihr Kind später in der Schule zu Recht kommen wird. Diese Verunsicherung macht empfänglich für die Argumente der Anbieter von Unterricht für die ganz Kleinen: In den ersten Jahren lernen Kinder ohne Mühe wie von selbst. Je früher Kinder mit dem Lernen beginnen, desto einfacher haben sie es später in der Schule.


Wann ist Frühförderung sinnvoll?

Doch wann ist Frühförderung wirklich sinnvoll und wo sollte die Grenze gezogen werden? Mandarin mit drei Jahren und der Rhetorik-Kurs im Vorschulalter seinen nach Experten übertrieben und womöglich sogar schlecht für die Entwicklung der Kinder, denn zu viel Stress und Leistungsdruck sind für das selbständige Lernen eher kontraproduktiv. Das bedeutet aber nicht, dass von jeder Frühförderung abgeraten wird: Kinder, die beispielsweise in einen zweisprachigen Kindergarten gehen, lernen die zweite Sprache tatsächlich ganz leicht nebenbei, denn sie ist Teil des Alltags und kein Lernpensum.

Gezielte Frühförderung ist vor allem bei behinderten oder entwicklungsauffälligen Kindern sinnvoll. Hier meint Frühförderung ein ganzheitliches Hilfskonzept, das medizinische, psychologische, pädagogische und soziale Hilfestellungen verbindet und psychische oder physische Störungen bis zur Einschulung ausgleichen kann. Unterschieden wird zwischen der allgemeinen und der speziellen Frühförderung: eine allgemeine Frühförderung richtet sich an Kinder mit (drohender) kognitiver Behinderung, eine spezielle Frühförderung wendet sich an Kinder mit speziellen Sinnesbehinderungen – vor allem Blindheit bzw. Sehbehinderung und Gehörlosigkeit bzw. Schwerhörigkeit.

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